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Inhalt
Das Kampagnenwunder
Vorbereitung
- Frühzeitig klären, wer mitmachen will, und wer was machen will
- allen gut zureden, dass das mit dem Geld für die Hin-und Rückreise schon klappt und das wirklich alle gebraucht werden, dass es viel mehr Spass macht als zu moderieren und wahnsinnig viel gelernt werden kann
- Falls es keine Lokalgruppe gibt, so früh wie möglich versuchen, Kontakt zu denen aufzunehmen, die die Kampagne organisieren. Wenn's irgendwie geht, ein Treffen organisieren.
- Räume klären und technische Ausstattung
- ggbf. regeln, dass eigene Technik mitgenommen werden kann
- anfragen (lassen), welche Gruppen vor Ort Interesse an Zusammenarbeit haben (lokales Freies Radio, VideoaktivistInnen, Infotelefon, EA, ...?) zwecks Infoaustausch u./o. gemeinsamer Nutzung von Infrastruktur.
- Rausfinden und regeln, dass die Technik (Hard- u. Software) benutzbar ist
- Rausfinden, wer von den organisierenden Fruppen vor Ort ein Feature dazu schreiben kann und will bzw. ob sie Hilfe dabei brauchen
- Fahrt- u. sonstige Kosten überschlagen und irgendwo beantragen oder überlegen, wie sonst Reisekosten bewältigt werden können
- Bahnfahrten/Autos/Billigflüge an Land ziehen
- Indytelefon finden und Flyer entwerfen mit der Telefonnummer und Indyfon-Anleitung (da haben wir doch inzwischen einige Vorlagen - sind die irgendwo verfügbar?)
kurz vorher
Dispatch
Dispatch ist eigentlich ganz einfach: Alles mitkriegen, was passiert, überprüfen und gut lesbar auf der Seite unterbringen.
Dabei gibt es zwei Hauptrichtungen, in denen Informationen unterwegs sind:
- Sie kommen rein,
- werden überprüft, strukturiert und
- gehen raus.
Vorbereitung:
- Stadtpläne besorgen
- großformatiges Papier und Stifte mitnehmen
- Paßwörter für Silc-Kanäle absprechen
- SILC üben, damit nicht aus Versehen das Passwort in einen vollbesetzten Kanal getippt wird -- http://docs.indymedia.org/view/Local/SilC
- Kaffee + Schokolade besorgen (manchmal machen plötzlich alle Läden zu. In Genua waren alle Geldautomaten im Umfeld nicht mehr funktionsfähig..)
- Telefonnummmern und URL's von relevanten Stellen raussuchen (s.u. Reinkommende Infos aktiv)
- genauen Zeitplan der Kampagne aufschreiben mit allen geplanten Aktionen
- evtl. für die offizielle Konferenz etc. akkreditieren.
- tägliches Kurztreffen zur Koordination festlegen, wer was macht/wohin geht
- Rausfinden, wann und wo Treffen im Convergence Center, Plena, Info-Treffen stattfinden und klären, wer da hingeht. Übersichtliche Wandplakate erstellen für solche Infos.
- Feature für die www.indymedia.org-Seite vorbereiten und mit www-features@indymediaSTOPSPAM.org absprechen
Reinkommende Infos:
passiv:
- über das Indyfon
- immer fragen, ob das, was berichtet wird, selbst gesehen wurde/ wo die Person gerade ist/ was ganz genau passiert ist/ was da sonst noch gerade passiert / was voraussichtlich als Nächstes passieren wird
- wenn das Berichtete nicht selbst gesehen wurde, ist es mit größter Vorsicht zu genießen. Ein lauter Krach ist ein geschmissener Stein ist ein kaputter McDonald? ist ...
- über SILC/IRC
- dieselben Fragen stellen wie am Telefon
aktiv:
- Leute anrufen , von denen wir wissen, dass sie vor Ort sind und fragen, ob sie etwas bestätigen können oder zu einem Ort gehen können, von dem wir gehört haben, dass dies o. jenes gerade passiert. Genau nachfragen, ob das dann berichtete selber gesehen wurde oder etwa ein Gerücht ist, dass gerade die gesamte Demo erzählt!
- Webcam gucken
- Infotelefon/EA/Krankenhäuser/Pressestellen der Stadtverwaltung-Polizei-Konferenzorganisation ... anrufen und unbestätigte Information bestätigen lassen
- Internetseiten von Lokalzeitungen/Agenturen/der Kampagnenorganisation... regelmäßig absurfen
- zu den Pressekonferenzen der "Bösen" und der "Guten" gehen
- zu Plena in Convergence Center o.ä. gehen
- zentrale Konfliktpunkte nachrecherchieren (warum melden die Gewerkschaften eine Demo an und fast gleichzeitig das Bündnis gegen BLA auch eine? Was macht Jörg Bergstedt plötzlich als Pink-Silver?)
- rauskriegen, was beim Gegengipfel passiert - was sind zentrale Diskussionen? Wer - wieviele - woher - ...?
Informationen Überprüfen:
- Ganz wichtiger Bestandteil des Dispatch ist, dass NIE unbestätigte Infos rausgehen. D.h., dass selbst wenn Deine beste Freundin anruft und berichtet, dass sie xy gesehen hat, das erst auf die Seite kommt, wenn es irgendwie bestätigt wurde. Ist natürlich relativ je nach Brisanz der Meldung. Je stressiger die Situation auf der Strasse ist, desto ungenauer werden Leute am Telefon.
- Dabei ist wichtig, darauf zu achten, dass keine Suggestivfragen gestellt werden ("Hast Du gesehen, das die Polizei mit zwei Hundertschaften in die xy-Strasse gerannt ist?")
In Genua wurde mal über das gestreamte Radio gemeldet, der G8-Gipfel sei abgebrochen worden. Die Meldung hat sich ziemlich schnell verbreitet und es war nicht einfach, die Glaubwürdigkeit wieder herzustellen..
- Für das Bestätigen von Meldungen und generell den Umgang mit Infos eignet sich der SILC hervorragend. Idealerweise gibt es
- einen Kanal für Geschwätz,
- einen für unbestätigte Infos, in den alles geschrieben wird, was wir irgendwie mitkriegen. Damit läßt sich dann auch gut nachvollziehen, wenn sich akute Aufregung gelegt hat, wann welche Meldung woher kam. In diesem Kanal können, wenn sie wollen, auch Leute sein, die in anderen Gruppen sind (Infotelefon, Radio).
- einen für bestätigte Meldungen. Hier wird NUR aufgeschrieben, wovon wir felsenfest überzeugt sind. In diesem Kanal dürfen nur Leute sein, denen wir absolut vertrauen. Wenn Unbekannte auftauchen, sollte unbedingt nachgefragt werden, wer sie sind.
Rausgehende Infos
- In regelmäßigen Abständen - aber nicht zu oft! - Nachrichten in die "Breaking News" setzen
- Texte, die übersetzt werden können, an die ÜbersetzerInnen weitergeben - im Idealfall sind die selbst im Schwatz- und "Bestätigt"-Kanal im SILC
- Im Indymedia-IRC ab und zu berichten, was sich tut. So läßt sich Interesse bei der internationalen Indy-Gmeinde wecken. Dabei springen oft spontane Berichte und Übersetzungen auf anderen Indy-Seiten raus.
- aktuelle Entwicklungen an Radio, Video-Teams, FotografInnen weitergeben.
- bei großen Aktionen mit öffentlichem IMC Info-Wand, damit Leute, die berichten wollen, dort erfahren können, wo sich gerade was tut.
- selber oder mit Text-Gruppe (so vorhanden) kurze Berichte posten.
- abends/nachts eine Zusammenfassung der ImcDeEreignisse? des Tages aufschreiben. Die können etwa chronologisch stichwortartig in ein Extra-Posting, dass das in's Start-Spezial verlinkt wird.
Video
Audio
Tech (Support)
Logistik + (interne) Koordination + Kommunikation
Vorbereitung
Ein paar Fragen, die immer wieder sehr leidenschaftlich diskutiert werden und deshalb rechtzeitig angesprochen werden sollten:
- Wie mit soll mit Mainstreammedien umgegangen werden, die oft Interviews haben oder die Arbeitsräume filmen wollen?
- Wie können Neue oder Indymedia-AktivistInnen aus andern Ländern integriert werden?
- Soll es Indymedia-Ausweise geben?
Ein Problem kann die Essensversorgung werden. Zum Einkaufen/Kochen/Zum-Imbiß-Gehen ist oft keine Zeit, trotzdem ist Essen notwendig. Am besten finden sich vorher Leute, die sich darum kümmern wollen, oder aber es muß rechtzeitig besprochen werden, wie das auf alle verteilt werden kann.
Vor Ort
- Mind. einmal am Tag sollte ein Indymedia-Plenum stattfinden, auch im größten Stress. Das vermeidet, dass doppelte Arbeit gemacht wird, kanalisiert gute Ideen und gibt Neuen die Möglichkeit, zu verstehen, wie sie mitmachen können.
- Am besten überall große Schilder aufhängen, das alle die ganze Zeit enorm gestresst sind und bitte alle versuchen sollten, freundlich zu bleiben und nicht zu erwarten, dass jemand anders ihre Arbeit erledigt.
Anregung: Noch ein Dokument zum Thema
[http://docs.indymedia.org/view/Local/BcnHOWTOMediaCenter][Medienzentrum]
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to be continued!
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AnNa - 28 Mar 2003
-- link zu
BcnHOWTOMediaCenter IonNec 21 Apr 2003
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