Hier soll an dem neuen Selbstverständnis gearbeitet werden, welches beim letzten Treffen in Linz 2004 neu zur Diskussion stand. Die einzelnen Arbeitsgruppen, die sich damals gebildet haben und natürlich jede/r andere/r auch, können/kann hier Veränderungen am Selbstverständnis vornehmen. Hierzu wird das Selbstverständnis in zweifacher Ausführung dargestellt; das obere soll jene Veränderungen enthalten, die unten schlussendlich ausformuliert werden sollen. Zwischen zwei fetten Klammern
[...] sollen jene Ergänzungen im oberen Selbstverständnis angeführt werden, die dann sogleich im unteren Text geändert werden können.
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Selbstverständnis von at.IMC
von mailingliste übernommen:
https://lists.indymedia.org/mailman/private/imc-austria/2002-April/000452.html
Inhaltsverzeichnis
Präambel
[das wort Präambel soll wegfallen, da eh keiner was damit anfangen kann]
Das Selbstverständnis beruht auf dem Konsens der Personen, die Indymedia in Österreich (at.IMC) kollektiv gestalten. at.IMC ist ein Projekt, das für sich einen Prozess darstellt, der mitunter Wandlungen unterworfen ist. Dies gilt vor allem auch für das Selbstverständnis selbst. Das Projekt hängt von den Leuten ab, die sich mit der Betreuung des Projekts beschäftigen.
Was ist at.IMC?
at.IMC ist eine für alle Menschen offene, unabhängige, nichtkommerzielle und multimediale Plattform
[hierarchiefrei?] für alternative Berichterstattung über soziale und politische Themen, Ereignisse, Vorfälle, etc.
[vorzugsweise persönlich Erlebtes] und für die inhaltliche Auseinandersetzung mit jenen. Dabei stellt at.IMC Raum und Kanäle bereit, die Grenzen
[genauer: Medienkonsumentinnen und Medienproduzentinnen] überwinden und auflösen sollen.
Eine tragende Rolle bei at.IMC spielt das Prinzip des OPEN PUBLISHING. Dieses Prinzip garantiert einen generell offenen und transparenten Zugang für alle Menschen. Dadurch wird at.IMC zu einer Plattform für all jene kritischen
[das wort "kritisch" wird ersatzlos gestrichen] Informationen und Kenntnisse, die in den zunehmend vereinheitlichten und monopolisierten Mainstream-Medien kaum Platz finden.
Beeinflusst
[wird ersetzt durch das wort "Ausgehend"] vom internationalen Indymedia-Netwerk und der aktuellen
politischen Situation in Österreich versucht at.IMC, über verschiedene Medienbereiche hinweg zu vernetzen, um multilinguale, unabhängige politische Inhalte zu verbreiten.
at.IMC will bestehende Strukturen miteinander vernetzen und unterstützen, sowie mit bestehenden, alternativen und unabhängigen Angeboten in aktiven Austausch treten.
Dabei möchte sich at.IMC keinesfalls nur auf das Internet als
Kommunikations- bzw. Partizipationsmedium beschränken, sondern es sollen nach Maßgabe der Ressourcen so viel wie möglich Medienkanäle genutzt werden: Texte, Bilder, Audios und Videos.
[wird ersetzt durch einen anderen text, der im reboot-prozess entstand]
Prinzipien von at.IMC
Offener Zugang!
Indymedia sieht sich als offene Plattform, an der sich alle Menschen
beteiligen können. Grundlage dafür ist nicht nur das Prinzip des OPEN PUBLISHING, sondern vor allem auch die generelle Möglichkeit zur Partizipation am gesamten Prozess. Somit können alle Menschen Teil von Indymedia werden und den Informationsfluss sowie die Entwicklung mitgestalten.
[sofern sie dem Selbstverständnis zustimmen]
Informationsvielfalt!
Indymedia bietet allen politischen Informationen und Erkenntnissen Raum und Kanäle zu Verbreitung
[entsprechend der Editorial Policy und den ImcNantesPrinciples of Unity..links werden gesetzt..vielelicht sollten hier die wichtigesten Punkte nochmals angeführt werden]. Informationen und Erkenntnisse kommen grundsätzlich durch die individuellen Perspektiven und Positionen der einzelnen zu Stande. Die Vielfalt der Perspektiven wird durch das Prinzip des OPEN PUBLISHING ermöglicht und gefördert. Die veröffentlichten Informationen müssen dem Prinzip der Gleichheit sowie der Vielfältigkeit aller Menschen verpflichtet sein und dürfen keine Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Geschlechter, Alter, Klassen, sexuellen Orientierungen und/oder ihrer assoziierter Lebensformen diskriminieren.
Dezentralität!
Indymedia beruht auf einem dezentralen Konzept. Bedingt durch den offenen Zugang können alle Menschen an jedem Ort Teil von Indymedia werden. Es gibt keine Zentren, von denen aus Informationen produziert und verbreitet werden, noch gibt es Periferien bloßen Konsums. Das Konzept zielt auf die Auflösung dieser Verhältnisse - die Auflösung der Grenzen zwischen Produzierenden und Konsumierenden von Informationen - ab.
Hierarchiefreiheit!
at.IMC hat daher den Anspruch der Hierarchiefreiheit. Um dies zu
garantieren, müssen allerdings auch ständig jene Widersprüche kritisch reflektieren werden, die in den eigenen Strukturen, also von den Beteiligten selbst, produziert werden. Indymedia wird immer auf eigene Widersprüchen stoßen und notwendiger Kritik ausgesetzt sein. Die ständige Auseinandersetzung ist Teil der sozialen Prozesse innerhalb nicht-hierarchischer Strukturen, die z.B. schon durch die Nutzung des Mediums Internet an ihre Grenzen stoßen - auch dann, wenn vielen Leuten ermöglicht wird, ihre Erkenntnisses kundzutun. So muss Sprache selbst als Ausgrenzung - wenn auch nicht als unüberwindbare - betrachtet werden. Vor allem sei hier auf die Notwendigkeit geschlechtsneutraler Schreibweisen hingewiesen.
[in diesem zusammenhang wurde beim letzten treffen ein kompromiss hinsichtlich der moderationskriterien getroffen, der unten ausformuliert wird]
Transparenz! [soll durch ein anderes wort ersetzt werden..?ersichtliche strukturen?]
Sämtliche Bereiche von Indymedia sollen für alle Menschen
["für alle menschen" soll ersatzlos gestrichen werden] so transparent wie möglich gemacht werden. Damit soll vermieden werden, dass es innerhalb des Prozesses zu Machtkonzentrationen kommt. Allen Beteiligten soll ermöglicht werden, an allen Prozessen und Entscheidungen partizipieren zu können.
Darüberhinaus bekennt sich at.IMC zu den principles of unity
http://austria.indymedia.org/front.php3?article_id=4853&group=webcast, die auch den anderen IMCs weltweit zugrunde liegen.
Inhalte von at.IMC
Die Distribution von Informationen über Indymedia ist unbeeinflusst von kommerziellen und andere Interessen.
["andere Interessen" streichen oder ergänzen..ich habe sie mal ergänzt] Die Verantwortung für die Beiträge im Newswire liegt bei jenen, die diese auf Indymedia veröffentlichen. Diese kann nicht auf andere Personen übertragen werden. at.IMC beruht daher
["daher" wird gestrichen] auf dem Copyleft-Prinzip.
Die Übernahme von Meldungen von kommerziellen Medien ist nicht erwünscht.
Der Bereich der Mittelspalte
http://austria.indymedia.org/front.php3?article_id=4851&group=webcast wird durch eine ebenfalls für alle Menschen offene "Redaktionsgruppe" gemäß der EDITORIAL POLICY
http://austria.indymedia.org/front.php3?article_id=4851&group=webcast betreut. Hierbei werden Postings aus der rechten Spalte zusammengefasst aber auch andere Themen im Ermessen der an diesem Prozess Beteiligte aufgegriffen.
Indymedia ist immer Teil jener Bewegung, über die es berichtet!
[kontroverser satz...ist derzeit gelöscht]
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Selbstverständnis von at.IMC
Das Selbstverständnis beruht auf dem Konsens der Personen, die Indymedia in Österreich (at.IMC) kollektiv gestalten. at.IMC ist ein Projekt, das für sich einen Prozess darstellt, der mitunter Wandlungen unterworfen ist. Dies gilt vor allem auch für das Selbstverständnis selbst. Das Projekt hängt von den Leuten ab, die sich mit der Betreuung des Projekts beschäftigen.
Was ist at.IMC?
at.IMC ist eine für alle Menschen offene, unabhängige, hierarchiefreie, nichtkommerzielle und multimediale Plattform für alternative Berichterstattung über soziale und politische Themen, Ereignisse, Vorfälle, vorzugsweise persönlich Erlebtes etc. und für die inhaltliche Auseinandersetzung mit jenen. Dabei stellt at.IMC Raum und Kanäle bereit, die die Grenzen zwischen Medienproduzentinnen und Medienkonsumentinnen überwinden und auflösen sollen.
Eine tragende Rolle bei at.IMC spielt das Prinzip des OPEN PUBLISHING. Dieses Prinzip garantiert einen generell offenen und transparenten Zugang für alle Menschen. Dadurch wird at.IMC zu einer Plattform für all jene Informationen und Kenntnisse, die in den zunehmend vereinheitlichten und monopolisierten Mainstream-Medien kaum Platz finden.
Ausgehend vom internationalen Indymedia-Netwerk und der aktuellen
politischen Situation in Österreich versucht at.IMC, über verschiedene Medienbereiche hinweg zu vernetzen, um multilinguale, unabhängige politische Inhalte zu verbreiten.
at.IMC will bestehende Strukturen miteinander vernetzen und unterstützen, sowie mit bestehenden, alternativen und unabhängigen Angeboten in aktiven Austausch treten.
Das Projekt Indymedia ist nicht nur das Konzept einer Website, sondern ein Medienkonzept, das andere Medienformen genauso beinhaltet - wie die einer Zeitung oder einer Radiosendung, an der die Möglichkeit einer Beteiligung genauso offen steht, wie für die Beteiligung an der Webpage.
Prinzipien von at.IMC
Offener Zugang!
Indymedia sieht sich als offene Plattform, an der sich alle Menschen
beteiligen können. Grundlage dafür ist nicht nur das Prinzip des OPEN PUBLISHING, sondern vor allem auch die generelle Möglichkeit zur Partizipation am gesamten Prozess. Somit können alle Menschen Teil von Indymedia werden und den Informationsfluss sowie die Entwicklung mitgestalten, sofern sie dem Selbstverständnis zustimmen.
Informationsvielfalt!
Indymedia bietet allen politischen Informationen und Erkenntnissen Raum und Kanäle zu Verbreitung, wenn sie der
Editorial Policy und den
ImcNantesPrinciples of Unity entsprechen. Informationen und Erkenntnisse kommen grundsätzlich durch die individuellen Perspektiven und Positionen der einzelnen zu Stande. Die Vielfalt der Perspektiven wird durch das Prinzip des OPEN PUBLISHING ermöglicht und gefördert. Die veröffentlichten Informationen müssen dem Prinzip der Gleichheit sowie der Vielfältigkeit aller Menschen verpflichtet sein und dürfen keine Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Geschlechter, Alter, Klassen, sexuellen Orientierungen und/oder ihrer assoziierter Lebensformen diskriminieren.
Dezentralität!
Indymedia beruht auf einem dezentralen Konzept. Bedingt durch den offenen Zugang können alle Menschen an jedem Ort Teil von Indymedia werden. Es gibt keine Zentren, von denen aus Informationen produziert und verbreitet werden, noch gibt es Periferien bloßen Konsums. Das Konzept zielt auf die Auflösung dieser Verhältnisse - die Auflösung der Grenzen zwischen Produzierenden und Konsumierenden von Informationen - ab.
Hierarchiefreiheit!
at.IMC hat daher den Anspruch der Hierarchiefreiheit. Um dies zu
garantieren, müssen allerdings auch ständig jene Widersprüche kritisch reflektieren werden, die in den eigenen Strukturen, also von den Beteiligten selbst, produziert werden. Indymedia wird immer auf eigene Widersprüchen stoßen und notwendiger Kritik ausgesetzt sein. Die ständige Auseinandersetzung ist Teil der sozialen Prozesse innerhalb nicht-hierarchischer Strukturen, die z.B. schon durch die Nutzung des Mediums Internet an ihre Grenzen stoßen - auch dann, wenn vielen Leuten ermöglicht wird, ihre Erkenntnisses kundzutun. So muss Sprache selbst als Ausgrenzung - wenn auch nicht als unüberwindbare - betrachtet werden. Vor allem sei hier auf die Notwendigkeit geschlechtsneutraler Schreibweisen hingewiesen.
Besonderer Augenmerk gilt hier der Moderation der Indymedia.at-Site. Da Moderation bei indy.at Zensur miteinschließt und somit Hierarchien produziert, die sich durch den Zustand einer unfreien Gesellschaft erklären lassen, sind Kriterien geschaffen worden, die im Prinzip jede/n gleichermassen an indy.at teilhaben lassen. Um diesen Widerspruch in Richtung eines hierarchiefreien Betriebs der Site Folge leisten zu können, wurden folgende Kriterien für die Moderation aufgestellt: Jede/r muss sich an der Diskussion um indymedia.at und dem Prozess rund um das Selbstverständnis, der Editorial Policy und den
ImcNantesPrinciples of Unity beteiligen bzw. zustimmen. Dazu kann in den lokalen Gruppen die Entscheidung getroffen werden, ob jemand die Moderationskriterien erfüllt oder nicht. Sie/er sollte aber dennoch an einem der nächsten bundesweiten Treffs teilnehmen, da es erfahrungsgemäß dort zu einem regeren inhaltlichen Austausch kommt und es sich anders verhält, ob mensch sich nur aus der Ferne kennt oder gegenübersteht.
Ersichtliche Strukturen!
Sämtliche Bereiche von Indymedia sollen so transparent wie möglich gemacht werden. Damit soll vermieden werden, dass es innerhalb des Prozesses zu Machtkonzentrationen kommt. Allen Beteiligten soll ermöglicht werden, an allen Prozessen und Entscheidungen partizipieren zu können.
Darüberhinaus bekennt sich at.IMC zu den
ImcNantesPrinciples of Unity, die auch den anderen IMCs weltweit zugrunde liegen.
Inhalte von at.IMC
Die Distribution von Informationen über Indymedia ist unbeeinflusst von kommerziellen und andere Interessen, die sich dogmatisch verhalten. Die Verantwortung für die Beiträge im Newswire liegt bei jenen, die diese auf Indymedia veröffentlichen. Diese kann nicht auf andere Personen übertragen werden. at.IMC beruht daher auf dem Copyleft-Prinzip.
Die Übernahme von Meldungen von kommerziellen Medien ist nicht erwünscht.
Der Bereich der
Mittelspalte wird durch eine ebenfalls für alle Menschen offene "Redaktionsgruppe" gemäß der
Editorial Policy betreut. Hierbei werden Postings aus der rechten Spalte zusammengefasst aber auch andere Themen im Ermessen der an diesem Prozess Beteiligte aufgegriffen.
Weiterführende DisCo
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PabLow - 11 Jun 2002
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BoB - 24 Juli 2004
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