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Local.ImcDeBwt200406r1.11 - 10 Mar 2005 - 05:15 - SkePtopic end
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Protokoll des BWT Juni 2004 in Dresden

Bitte alle, die noch Protokolle/Zusammenfassungen von Themen/Inputs haben, diese hier ergänzen...

Gesamteindruck

(Anhand der Statements aus der Abschlußrunde)
In angenehmer Location, mit delikatester vegan-vegetarischer Vollverpflegung (1000 dank nochmal) und gemischt schönem Wetter hatten wir ideale Vorraussetzungen.

Die angedachte Open-Space-Moderation wurde, nicht ganz umgesetzt, vielleicht braucht es hierfür mehr Teilnehmer(i)nnen. Jedoch entstand durch die Ansätze hieraus, eine recht flexible Moderation in der alle gewünschten Punkte ihren Platz fanden. Die Themen wurden durch einzelne initiiert, die dann auch dafür zuständig waren, dass protokolliert wurde . Die Protokolle hingen dann aus, so dass jedeR noch wichtiges ergänzen oder unwichtiges streichen konnte. Die Protokolle wurden zu den einzelnen Themen/Inputs von Einzelnen erstellt und werden unter "Einzelne Protokolle" (s.u.) durch die jeweiligen Leute ins Netz gestellt.

Für einige Menschen war der Punkt Moderationspolitik nicht hinreichend geklärt worden. Zu allen anderen Themen hieß es, dasss sie bestmöglichst besprochen und weitestgehend konstruktiv auseinandergegangen wurde. Auch wurde bei einigen wohl ein wenig Motivation und "frischer Wind" aus dem Bwt mitgenommen. Auf jeden Fall sollten weitere direkte (f2f) Arbeitstreffen zu spezifischen Themen ins Auge gefasst werden, da diese durchaus effektiver sind.

Als störend ist einigen die Tatsache aufgefallen, dass einzelne während Planungen/Diskussionen/Besprechungen ihre Laptops auf dem Schoß hatten.
Auch fehlten Menschen aus einigen Städten. So war z.B. München gar nicht vertreten. Das war sehr schade, denn wie in den drei Tagen wiedermals festgestellt wurde, bietet der direkte menschliche Kontakt doch die besten Austauschmöglichkeiten.
Auch waren nur 2,33 Frauen auf diesem Bwt, was im Verhältnis zur Anzahl der Männer zu wenige waren, ähem...

Ablauf

Freitag

Eintreffen in Dresden, nach und nach...
...anschliessend Abendessen und informelles (wieder-)kennenlernen im Garten und am Lagerfeuer.

Samstag

  • Frühstück
  • dynamisches Kennenlernen mit anschliessender Vorstellungsrunde
  • Open-Space (bzw. etwas daran angelehntes...): Herausfinden der wichtigen Themen und gemeinsame Gestaltung/Planung des Tagesprograms
  • Thema: Konfilkte innerhalb des de.Indy-Netzwerkes
  • Themen: Moderationspolitik und -praxis + Internetsicherheit
  • Thema: Grundsätze des imcGermany inkl. principles of unity
  • Abendessen
  • Inputs und Kurzdiskussionen zu: Wizard of Os, Translation, Process/International, Finanzen, 5-Jahre-Indy-Feier(n) (war vielleicht ein bischen spät?)
  • Filmegucken und Stockbrot am Lagerfeuer

Sonntag

  • Frühstück
  • Thema: Umgestaltung der Seite ("Indy-Update")
  • Thema: Open Source (ein weites Feld...)
  • Abschlußrunde
  • "Open Indy" - Indy für Interessierte zum Anfassen - niemand kam... frown
...anschliessend Abschied und Heimreise.

Einzelne Protokolle

Thema: Konflikte innerhalb von Indy und wie damit umgehen...?

Anhand zweier bestehender Konflikte wurde, soweit durch die Anwesenden geschildert werden konnte, betrachtet wie bislang mit Konflikten umgegangen wurde. Anschließend ging es um die Frage was wichtig gewesen war oder wäre und was hätte besser laufen können sowie um die entscheidende Frage, wie in Zukunft mit Konflikten umgegangen werden kann.

Bislang:
Informationen zu Konflikten über Mailing-Listen sind nur oberflächlich, wodurch ein verzerrtes irreführendes Bild bei anderen entsteht. Besser: direkte Mails oder Treffen im IRC Noch besser: Face to Face (f2f) - Kommunikation In dem direkten und persönlichen Austausch hier beim BWT wurde allen sehr vieles klarer.

Bei Konflikten gibt es mehrere Eskalationsstufen. Bei uns hatten wir erst mal zwischen zweien differenziert:

  • Konflikte die dadurch zu lösen sind, dass sich die betroffenen Leute, die nicht miteinander klarkommen trennen und anschließend in unterschiedlichen Arbeitsbereichen/Listen/ Städtegruppen tätig sind.
  • Konflikte, in denen eine Gefährdung des gesamten Netzwerkes besteht und/oder sehr dominante Personen durch ihr Verhalten sensiblere Personen (passiv) ausschließen.
Diese Konflikte sollten/müssen f2f gelöst werden. Vorgeschlagen wurden hierzu treffen aller Beteiligter (und Interessierter) an neutralem Ort mit neutralen Personen (z.B. Mediator(i)n)

Es wurde zudem festgestellt, dass die bislang als dominant wahrgenommenen Personen Männer waren und die Personen, die sich dann zurückgezogen hätten, Frauen waren. Genderaspekt ?!?

In Zukunft:
Elementar wichtig ist es, insgesamt ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wo ein Konflikt am entstehen ist und/oder wo sich insgesamt ein sehr dominierendes Klima (z.B. auf Listen) entwickelt. Dafür sollten sich alle verantwortlich fühlen und nach Möglichkeiten reagieren. Sonst sind es immer dieselben "sensibleren", welche bestimmte Konflikte ansprechen.
[Hierbei den Hinweis noch vom letzten BWT, sachlich zu sein und eine emotional geschriebene Mail lieber einen tag liegen zu lassen und einmal tief durchzuatmen, bevor geantwortet wird.]

Wenn mensch einen Konflikt wahrnimmt, kann/sollte auch konkret nach einem Feedback anderer gefragt werden. Feedback vielleicht am besten per direkt-mail, so dass hierdurch besser informiert werden kann und/oder dass ein Zeitpunk für ein Treffen im IRC verabredet wird. Eine solche Bitte um Feedback sollte als verbindlich verstanden werden, wenn gewünscht. Also bitte antworten, auch wenn die Antwort im Extremfall lautet: "Grad keine Zeit, sorry".
Ebenso kann/sollte auch von anderen, nicht direkt betroffenen der Kontakt gesucht werden, vor allem bei Unklarheiten oder Verständnisschwierigkeiten.

Ein Ausschluss ist das letzte Mittel, welches nur gewählt werden sollte, um oben erwähnte passive Ausschlüsse zu vermeiden. Letztendlich befinden wir uns in einem Prozess, wo Personen nur temporär aus bestimmten Bereichen ausgeschlossen werden, jedoch am Projekt Indymedia auf anderen Ebenen teilhaben können.

Prinzipiell:

  • Auf sensiblere Personen Rücksicht nehmen!
  • Lieber f2f als per Mail kommunizieren!
  • Problembewusstsein entwickeln und alle Möglichkeiten/Alternativen der Konfliktlösungen einbeziehen

Internetsicherheit: HTTPS, PGP/GPG, PKE, WIN/LINUX

Eine E-mail ist prinzipiell offener und leichter zu lesen, als eine Postkarte. Sie geht über zig Rechner und ist lesbar ohne jegliche Spuren zu hinterlassen Selbst wenn e-mails verschlüsselt und nicht lesbar sind, dann lässt sich anhand des e-mail Verkehrs an sich schon feststellen, wie soziale Netzwerk aufgebaut sind (wer mit wem wie oft kommniziert).

Bekannte Verschlüsselungsvarianten sind PGP-kommerziell und GPG-opensource. Beides ist miteinander kompatibel. Bei PGP gibt´s Zweifel, ob´s nicht doch ne Hintertür gibt, weil Source nicht offen ist. Mathematisch gesehen sind sie mit den derzeit vorhandenen technischen Möglichkeiten fast nicht knackbar.

Wie funktioniert das ? Es gibt einen public key und einen privat key. Ich habe beide und alle anderen nur den public key, den ich allen Menschen schicken und auch auf einem key-server (wobei es da nicht 100%ig sicher ist, ob der wirklich der betreffenden Person gehört...sicherheitshalber checken). Wenn mir jemand was mit meinem public key verschlüsselt schickt, kann ich sie mit meinem privat key lesen.

So ein Schlüssel beinhaltet:
- Identität (e-mail)
- Fingerprint
- ID

Mit einem E-mail ? Programm kann ich dann easy e-mails ent- und verschlüsseln. Wobei jede Mail die ich runterlade verschlüsselt auf meinem Rechner bleibt und dann jeweils beim lesen jedes mal entschlüsselt wird.

Daten können auch signiert werden: Um sicher zu gehen, dass meine mail auf dem Weg durchs Netz nicht verändert wird, kann ich sie per privat key signieren. Mit meinem public key kann der Empfänger dann feststellen, ob die mail verändert wurde oder nicht. Listen können generell nicht verschlüsselt werden, sondern nur signiert. Es gibt auch Listen-Verschlüsselungsmöglichkeiten, die jedoch recht kompliziert sind.

Privat key befindet sich per Passwort geschützt nur auf meinem Rechner. Am besten jedoch auch auf Diskette (mit Passwort), für den Notfall.

Sicherheit des eigenen Rechners ? Eigene Partition lässt sich auch verschlüsseln (Linux, Windoof ab 2000, ausser XP-home) PDP kann hier einzelne Dateien ver- und entschlüsseln. Ebenso gibt?s solche PGP-Versionen... Bei Linux ist eine Partition-Verschlüsselung eingebaut, die sich gar nicht, bzw. nur unter extremen Voraussetzungen entschlüsseln läßt.

Welche Informationen hinterlasse ich im Netz? Wer besucht welche Webseiten wann, ist durch Überwachung von Knotenpunkten möglich, wenn auch sehr kompliziert. Daher wird gerne und einfacher in der Nähe der betreffenden Seiten überwacht. Ebenso ist eine Überwachung einzelner IP-Adressen easy möglich.

So weißt du auch bei verschlüsselten Sachen, zumindest wer, wann, irgendetwas geschrieben hat. [https = Secure http, verschlüsselter Verkehr zwischen den Browsern, z.B. bei Indymedia]

Sonstiges...

  • Im Internetcafe sollten nicht zuerst die eigenen Mails gecheckt werden und dann alle möglichen Seiten angeklickt werden.
  • Wenn man sich auf Linux Systemen einen Trojaner eingefangen hat ist dieser normal sehr schwer zu entdecken da es für linux nur diese cleveren torjaner gibt.
  • Personal Firewalls sind nicht super sicher, aber besser als nix. Am besten ist externe Firewall.
  • Liste mit Empfehlungen für gute Windows-, Mac- und Linuxprogramme wird es in naher Zukunft geben.
  • Wir sollten uns generell für den e-mail-Verkehr soweit möglich PGP/GPG angewöhnen !

Moderationspraxis

  1. Unterscheidung Offtopic / Inhaltiliche Ergänzung
Zusammenfasssend wurde zunächst der Grund für die Einführung noch einmal vor Augen geführt. Rückblickend konnte für das letzte Jahr seit der Einführung der Funktion folgende Erfahrungen gemacht werden:
  • Seite wurde lesbarer
  • Es wird weniger zensiert, was früher unfrei wurde, dafür mehr sortiert.
  • Entscheidungskriterium als Anhaltspunkt: Bringt dies Ergänzung wirklich inhaltlich was? und Wie solidarisch ist sie mit dem/der Autor(i)n des Artikels?
  • User(i)nnen nehmen Szenestreitigkeiten auf der Seite wahr: Deshalb ist die Funktion wichtig.

B. Moderation der Ergänzungen allg.

  • Beleidigungen des/der Autors/in konsequenter raus!
  • Wenn zu lange Ergänzungen (20, 50 oder mehr Seiten), die v.a. auch cp sind und die Seite (Ladezeit!!) stören raus und Link auf die Originalseite.
  • häufig unterschiedlich moderiert, sollte somit mehr konsequent gehandhabt werden werden (Punkte noch strittig):
    • Anfragen nach Klärung von Details des Artikels ("Könnte jemand genauere Details....").
    • Diskussionen um Begrifflichkeiten aus dem Artikel.

C. Newswire

Zeitweise rutschen News zu schnell durch, weill es z.B. 10 Antifademos gibt und dazu noch jeweils 5 Bildserien veröffentlicht werden. Ein einzelner guter Artikel zu einem völlig anderem Thema ist ziemlich schnell unten aus dem NW-Feld verschwunden und nur noch über das wenig genutzte Newswire-Archiv zu finden. Ein Lösungsvorschlag wäre, eine Funktion in das Mir einzubaun, in dem man Artikel thematisch als zusammengehörig definieren kann und diese dann in der NW-Liste nur noch als ein Punkt auftauchen, den man dann aufklappen könnte. --> Todo-List neues Layout

D. Allgemein:

  • Umstoßen von Entscheidungen generell dokumentieren. In der letzten Zeit sind öfters Fälle aufgetaucht, bei denen Entscheidungen clandestin revidiert wurden.
  • Dringende Empfehlung: Beim Modden Chat mitlaufen lassen!

Indy-Update

Inhalt und Layout werden in Zukunft weitestgehend getrennt gestaltet sein, so dass jedeR User(i)n die Seite weitmöglichst selbst umgestalten kann.
95% der Nutzer(i)nnen werden jedoch die Seite ohne Veränderungen betrachten. Somit ist ein Mainlayout wichtig und erforderlich. Dieses (sowie die sonstige Umgestaltungen der Seite) sollte unter Mitwirkung des gesamten Indy-Kollektives entstehen. Langfristig wird dann beobachtet, wie viele Nutzer(i)nnen sich die Seite in welchen Varianten selbst gestalten, um dann in einem weiteren Umgestaltungsprozess auch das mit einfließen lassen zu können.

Beim Umgestalten der Indy-Seite ist es wichtig, den Kontakt mit den ursprünglichen Gestalter(i)nnen aufrecht zu erhalten, so dass bestimmte sinnvolle Kerngedanken, die vielleicht nicht sofort ersichtlich sind, nicht aus Versehen unter den Tisch fallen.

*Arbeitsplattform und Vorgehensweise:*
Die Projekt-Koordination findet auf codecoop.org statt. Nähere Infos hierzu demnächst über die Germany-Liste. Alle sind aufgerufen, ihre Verbesserungsvorschläge dort sinnvoll einzubringen (posten funktioniert wie Indy, also ganz untechfreundlich). Hierbei bitte beachten: knapp, klar & konstruktiv sein und wenn möglich den Vorschlag begründen.

Bis Ende Juni werden die Vorschläge gesammelt, die jetzt noch in die "alte" Seite leicht integriert werden können (sog. ´Schönheitskorrekturen´). Ab Anfang Juli beginnt dann das neue Projekt. Die Vorschläge, die bis dahin nicht integriert wurden, bleiben im Diskussionsprozess.

Das Projekt kann in drei grob eingeteilte Abschnitte unterteilt werden:

  • Technik/Grundsätzliches/Struktur
  • Einzelne Elemente/Anordnung von Links/Texten
  • Layout/Design/Farben/Hintergründe

Jeder dieser Abschnitte könnte in einem Monat abgearbeitet werden. Insgesamt wird Abschluss des ?Indy-Update? für den 5-jährigen Geburtstag angestrebt. Einen festen Fertigstellungstermin gibt es nicht.

Bei auftauchenden Schwierigkeiten im Entscheidungsfindungsprozess wird die Möglichkeit eines direkten f2f-Treffen miteinbezogen werden, da hierdurch definitiv Kommunikationsprobleme vermieden, bzw. gelöst werden können.

Input: Übersetzungs-Tool / Jahresbericht:

  • Outreach + usage

    • Die Übersetzungs-Community hat durch das Feature auf indy.gobal beträchtliche Werbung erfahren und neue Leute sind auf uns aufmerksam geworden, die jetzt regelmäßig mitmachen. Der Traffic ist mitlerweile allerdings wieder bescheidener geworden. Der channel #Translationtool hat sich aber fest etabliert.
    • Laut unserer Statistik gab es von November 2003 bis April 2004 etwa 55 Übersetzungen ins Deutsche, 34 ins Französische, 32 ins Spanische, 24 ins Englische, 12 ins Niederländische, 11 ins Portuguisische,10 ins Italienische und 4 ins Griechische.

  • Moderationspolitik:
Noch haben es die Übersetzungsleute nicht hingekriegt ein mission statement und eine editorial policy zu verabschieden - deswegen gelten wir noch immer nicht als Project.

  • Wichtigste Tätigkeiten im letzten Jahr:
    • mehrere internationale IRC-Meetings haben statgefunden
    • Doku- Ausbau und Übersetzung (französisch / englisch / spanisch / catalan )
    • fortlaufende Layout und Navigations Verbesserung
    • zahlreiche sprachspezifische RSS/RDF Feeds und ein RSS/RDF-Feeds Generator
    • ein neuer benutzerfreundlicherer Admin-Bereich
    • GUI-Übersetzung in französich, portuguisisch, norwegisch, catalan (neben englisch, deutsch, spanisch)
    • Differenzierung von Quell und Zielsprachen ist jetzt möglich
    • Inputform mit Javascript Eingabe-Unterstützung (Radiobuttons für language codes)

  • Gebaut wird derzeit an mehreren Baustellen:
    • Es soll ein Bereich für dauerhafte Übersetzungsanfragen geschaffen werden (für Texte, die nicht gleich nach unten rutschen und auch nicht nach 4 Monaten automatisch gelöscht werden sollen) Done
    • Austausch mit der indy.global (halb-automatisches posten von Übersetzungsanfragen und Übersetzungen)
    • upgrade der Software auf Version 1.5 (mit der Hoffnung, dass dann die notifications besser funktionieren) Done
    • immer noch in der Pipeline: emails mit übersetzungsanfragen nicht nur an www-de sondern auch an andere mailinglisten verschicken (z.B. abhängig von der Zielsprache) Done
    • Es ist beim Provider eine Hardware-Aufrüstung geplant (der alte Rechner ist überlastet und swappt) Done

  • Kosten:
Was die Kosten angeht: Indy.de hat einen einmaligen Betrag für 6 Monate überwiesen. Die 5 Euro/Monat fallen halt weiterhin jeden Monat bei jemanden privat an. Indy.de übernimmt die Kosten für ein weiteres Jahr.

Diskussion: Warum nicht auf einen der indy-Rechner umziehen? --> Indy-Rechner sind alle ausgelastet. Ausserdem ist Dezentralität immer gut. Ggf. kann auf einen billigeren free.de-Rechner umgezogen werden.

  • Feedback aus der Runde:
Bewerten das Tool sehr positiv. Benutzen es auch teilweise rege, einige jedoch wussten noch nix davon. Anerkennung für die Arbeit in dem Tool.

( smile Anmerkung: Seit der Erstellung des Jahresberichts ist einige Zeit vergangen, weshalb ich die Dinge die mittlerweile umgesetzt wurden mit Done gekennzeichnet habe. LinksRhein?)

Open Source – Info und Diskussion

Es gab ne ausführliche Info über den aktuellen (auch juristischen) Stand im Open Source – Bereich, nachzulesen hier.

Anschließend weitumfassende Diskussion, die von allgemeinen Utopien, über fundierte Kapitalismuskritik bis hin zur verbalen Gestaltung konkreter Alternativen reichte. (Nett fand ich den Teil, wo festgestellt wurde, dass die großen Konzerne Angst haben, dass eine unkommerziell verbreitete begabte Liedermacherin durch Qualität, Mundpropaganda und freien Musikaustausch bekannter werden könnte, als Britney Spears...)

Letztendlich kamen aber auch ein paar Infos rüber, die Indymedia direkt betreffen. So z.B. die Software-Patentierungen einiger Items, die auch durch uns benutzt werden, was allerdings erst in einigen Jahren aktuell werden dürfte.

Viel wichtiger und aktueller hingegen ist die Frage nach bestimmten Open-Source – Lizenzen, die neu entwickelt/herausgearbeitet wurden (mehr Infos: http://creativecommons.org/, Artikel bei telepolis) Das heißt in etwa, dass jemand, der geistiges Eigentum in geschriebenen Worten festhält, auch darüber bestimmen kann, was damit wie geschehen kann. Das geht u.a. von „Mir egal, macht damit was ihr wollt“ bis hin zu „Benutzt es, aber gebt meinen Namen an.“

Genauer: Auswahlmöglichkeit besteht bei den Fragen: Ist es erlaubt, das Werk

  • ... kommerziell weiterzuverwenden? Ja / Nein
  • ... zu modifizieren? Ja / Nein / Ja, solange das veränderte Werk wieder unter dieselbe Lizenz gestellt wird

Für de.Indymedia hieße dies, dass die unterschiedlichsten Lizenzen dann auch den Autor(i)nnen beim Artikel verfassen zur Auswahl gestellt würden, und diese sich dann entscheiden müssten, inwieweit ihr Geschriebenes weiterverwendet werden kann. Die Open-Publishing-License wird und kann es so eh nicht mehr geben...

Von Vorteil ist das Ganze auch, weil Projekte wie z.B. Wikipedia oder Wikimedia die auch mit solchen Lizenzen arbeiten, dann problemlos unsere Artikel mitnutzen/verlinken können.

Diese von mir recht Laienhaft dargestellten angesprochenen Veränderungen werden im Rahmen des „Indy-update“-Projektes dann konkret umgesetzt und eingearbeitet.

Wer mehr Ahnung von´s Ganze hat, bitte inhaltlich verbessern, thanx....

-- BeN - 13 Jun 2004
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