----- how to (radio) -----


how to's sind anleitungen, wie etwas gemacht wird (bzw. werden kann). dieses how to hier soll helfen, einen einblick in die technischen bedingungen der produktion audieller beiträge zu bekommen. es gibt viele verschiedene möglichkeiten, sich akustisch auszudrücken und dies auch der welt mitzuteilen.


||produktion von fm sendungen

||geräte

||audio bearbeitungs programme

||audioformate

||audioplayer

||mischpult

||kabeln&adapter

||streaming



produktion von fm radiosendungen


für diese müsst ihr eine sendevereinbarung bei einem freien radio eingehen oder euch selbst einen mikrosender basteln, wie ihr zb. hier oder hier sehen könnt. das ist in österreich aber verboten.
bei den meisten freien radios in österreich bekommt ihr eine einschulung in die studiotechnik und in das medienrecht. am besten ihr fragt beim freien radio ums eck nach --> freie radios
bei vielen freien radios gibt es auch offene sendungskollektive wo es die möglichkeit gibt, in bestehende sendungen oder redaktionen einzusteigen.


die geräte


beiträge produzieren geht auch ohne computer. einfaches schneiden auf cassette (also einfach sachen hintereinander auf ein tape spielen) gehört dabei wohl zu den billigsten und einfachsten methoden.
prinzipiell werden ein aufnahmegerät und ein mikrofon gebraucht um überhaupt aufnahmen machen zu können bzw. dann in folge ein abspielgergerät, um schneiden zu können. die am weitest verbreiteten aufnahmegeräte sind md-recorder, dat-geräte und mittlerweile können auch manche mp3-player mit einer aufnahmefunktion aufwarten. auch professionelle cassettenaufnahme geräte sind noch im umlauf, die sich durch robustheit und hohe lebensdauer auszeichnen.

md-recorder sind sehr handliche, kleine geräte, mit denen auch selbst geschnitten werden kann, da die md (eine kleine "diskette") ein digitales medium ist. manche mds haben auch schon usb-aus/eingänge, womit sie bequem an den rechner angeschlossen werden können und eine schnelle übertragung des aufgenommenen ermöglicht. auf eine minidisc passen ca. 70 minuten - manche md-geräte verfügen auch über eine vierfache aufnahmerate, worunter die qualität leidet dafür aber das vierfache an information draufgeht (die meisten md-geräte haben zumindest die möglichkeit, bei der aufnahme auf mono zu schalten - das heisst dann, dass das doppelte an information draufgeht, also ca. 140 minuten). md-geräte mit aufnahmefunktion und usb ein/ausgängen bewegen sich jedoch im höheren preisniveau. beim kauf unbedingt darauf achten, was das gerät alles für funktionen erfüllen soll!

dat-geräte sind etwas größer, aber auch robuster. die dat cassette ist jedoch kein digitales medium und muss in echtzeit eingespielt werden (echtzeit heisst, dass solange gewartet werden muss, wie die aufnahme dauert). da wir selbst nie damit arbeiten, können wir auch nicht mehr dazu sagen.

es gibt am markt auch immer mehr mp3-geräte, die aufnehmen knnen. da sich der markt in diese richtung andauernd verändert, ist es am besten, sich selbst zu informieren. wichtig bei einem mp3-gerät ist auf jeden fall die überprfung der vorhandenen ein/ausgänge. wenn zb. kein mikroeingang vorhanden ist, heißt das, dass ihr noch einen vorverstärker zwischen mikro und gerät schalten müsst, damit ihr überhaupt mit einem mikro aufnehmen könnt. es gibt auch mp3-recorder mit integriertem mikro, das jedoch die geräusche der festplatte oft besser wiedergibt, als das aufgenommene.
der vorteil der mp3-geräte ist, dass aufgenommenes nicht erst mühsam eingespielt werden muss, sondern als mp3 verschoben werden kann, was besonders angenehm ist, wenn die audios mit einem computerprogramm geschnitten werden.

die wahl des richtigen mikrofons ist für die qualität des aufgenommenen sehr wichtig - sie sind praktisch das tor zum ton und eigentlich wichtiger, als das aufnahmegerät selbst. stereo mikrofone sind für raumaufnahmen gut geeignet, also wenn besonders klänge oder geräusche aufgenommen werden. da gibt es auch sehr billige kleine trashteile, die ihren zweck ganz gut erfüllen. stereomikros sind auch für demos und diskussionsrunden nicht ungeeignet, obwohl dabei manchmal der nachteil die vielen nebengeräusche sind, die in einem unruhigen raum entstehen (vor allem wenn vermieden werden soll, dass diese drauf sind). stereo mikros nehmen einen "echten" stereoton auf, das heisst, dass wenn zb. ein auto vorbeifährt hört mensch dies zuerst auf der linken box und dann wie sich das geräusch auf die rechte box "verschiebt".


für die aufnahme ist auch der winkel des mikros wichtig.
ein weitwinkelmikro hat zb. einen aufnahmewinkel von ca. 120 und nimmt dementsprechend das auf, was in diesem winkel akkustisch passiert. das ist für demos, podiumsdiskussionen oder pressekonferenzen sehr gut. diese mikros sind im normallfall eher hochpreisig und haben zumeist auch noch die auswahl zwischen einem 120 winkel und einem 90 winkel.
ein guter winkel für ein interview sind ca. 90 - in diesem winkel bleiben viele nebengeräusche draussen und es wird hauptsächlich die stimme aufgenommen. diese mikros sind durchaus leistbar.
daneben gibt es noch kugelmikros (die praktisch alles, was sich rund um das mikro im kreis befindet aufnehmen), nierenmikros (die einen halbkreis beschreiben) und und und...... mikros sind eine wissenschaft für sich - es gibt mikros die sind so teuer, dass sie für einzelpersonen praktisch unleistbar sind.

eventuell ist es auch möglich, sich bei einem der freien radios equipement zu borgen.


audio bearbeitungs programme


steht ein rechner zur verfügung, so muss die aufnahme einmal eingespielt werden. beim gerät müsst ihr dabei in die kopfhörerbuchse (oder "line out" wenn vorhanden) mit einem miniklinken-kabel rein und mit dem anderen ende in die "line in" buchse der soundkarte - auf der soundkarte sind die buchsen mit symbolen versehen, so dass ihr wisst, welche buchse für was da ist (eure boxen kommen aus der "line out" buchse!).
wenn euer gerät einen usb-anschluss besitzt, braucht ihr ein usb kabel und natürlich auch einen usb-anschluss auf dem rechner.
am rechner selbst benötigt ihr ein aufnahmeprogramm bzw. ein schnittprogramm.

wenn ihr auf linux arbeitet, so ist audacity ein stabiles, eingängiges schnitt und aufnahmeprogramm, das in ogg, wav und mp3 exportieren und importieren kann. für mp3 konvertierungen werdet ihr euch wahrscheinlich zusätzlich noch die libmp3lame oder überhaupt lame herunterladen. lame ist zusätzlich ein shellprogramm, mit dem konvertierungen schnell, zuverlässig und stabil vorgenommen werden können.
wavrec ist ein reines aufnahmeprogramm das auf shellbasis läuft, das zuverlässig wav-files aufnimmt und sehr stabil ist.
mehrere audioprogramme auf linux sind zwar schon vielversprechend, doch noch nicht ausgereift. zu den vielversprechenden projekten (stand: november 2003) gehört sweep, das aber leider noch sehr instabil ist und sehr zum abstürzen neigt.(die neue version ist schon sehr stabil - aber es ist mehr ein programm zum musik machen als zum schneiden. es bietet keine mehrspurige bearbeitung an)
das alte - eigentlich videoschnittprogramm - broadcast2000 wurde mittlerweile durch cinelerra ersetzt, das einfach mehr auf video als auf audioschnitt getrimmt ist.

wenn ihr auf windoof arbeitet so bleibt euch nur übrig programme zu kaufen - ausser ihr kommt an eine crack version, die es auch im internet zum downloaden gibt - aber das ist natürlich verboten. audacity ist eine freie software, die es neben linuxversionen auch für windoof und MAC's gibt. weitere windoof schnittprogramme sind wavelab, soundforge oder cool edit (das in der neuen version adobe audition heisst).
soundforge hat den vorteil, bei einsatz einer spezialfunktion (echo, verzerren...) eine vorhörprobe abliefern zu können.
wavelab ist ein echtzeit audiobearbeitungsprogramm. das hat den vorteil, das funktionen sehr schnell ausgeführt werden. das programm arbeitet mit dem "echten" audiofile und nicht mit einer kopie des files.
cool edit arbeitet eben mit der kopie des files, was bei langsamen rechnern sehr lange wartezeiten bei einfachen aufgaben (zb. kopieren/einfügen) hervorruft.

einfaches schneiden ist mit jedem dieser programme ziemlich logisch. auch die funktionen für lautstärke/pegel ändern, teile verschieben oder kopieren sind schnell gefunden. die programme haben aber auch mit sehr feinen funktionen aufzuwarten, die es ermöglichen hintergrundmusik einzufügen, stimmen zu verzerren, teile zu überlagern etc.. das kann dann mit hilfe von mehreren spuren erreicht werden.

wenn ihr auf verschiedenen rechnern arbeitet und etwas für unterwegs braucht, dann ist dyne:bolic eine lösung. dyne:bolic ist eine bootdisk - das heisst, dass ihr sie in jeden beliebigen rechner (ausser auf MAC's wo es anscheinend probleme gibt) einfach einwerfen, den rechner hochfahren könnt und ihr bekommt ein volles system mit vielen schnittprogrammen (auch videoschnitt!) und den dingen, die so gebraucht werden (internetbrowser, texteditoren). die hardware erkennung der cd ist enorm gut. die cd greift das system auf der festplatte des rechners nicht an bzw. kann auch ein kleiner bereich auf der festplatte für die cd eingerichtet werden, die nachher problemlos entfernt werden kann. die cd ist besonders für windoof userInnen zu empfehlen, da sie auch erste einblicke in linux geben kann ohne dass das system gleich auf dem rechner installiert werden muss. es empfiehlt sich die kurze eingangsbeschreibung sorgfältig zu studieren, sonst können beim Speichern ungute überraschungen entstehen. die cd enthält auch streaming software - doch dazu später.


das format der audiofiles


die gängisten audioformate sind wav, mp3, ram, aiff und ogg.
wav ist ein unkomprimiertes format, dass der qualität der aufnahme entspricht. sie brauchen dementsprechend viel speicherplatz (ca. 10 mal mehr als ein mp3). Zur archivierung von wavs ist es eher ratsam, diese auf cds zu brennen.
Wav dateien sind im netz (fast) unbrauchbar. bei modem-anschlüssen oder anderen niedrigen verbindungen, kann es mitunter unerträglich lange dauern etwas runterzuladen.
gehen tut es natürlich trotzdem --> www.dailywav.com/
vor allem archive, wie das obige, verwenden wav files. auch geräuscharchive verwenden oft wav files. die länge der files bewegt sich dabei aber im sekunden bereich. bei größeren files sind komprimierte formate zu empfehlen.

für das internet ist es deshalb ratsam wavs in mp3s umzuwandeln. die meisten audioprogramme können das.
dabei gilt: je größer die bitrate, desto besser die qualität. die kbit rate gibt prinzipiell an, wieviel information in einem file pro zeiteinheit vorhanden ist.
wenn also die bitrate heruntergesetzt wird (zb. auf 64kbit) wird auch das file kleiner und ist ergo für leute mit langsamerer verbindung schneller zum runterladen (ein 30 minuten file mit 64kbit hat ca. 15MB). wenn die datei radioqualität haben soll, muss sie aber mindestens 128 kbit haben, da es sonst zu verschwommen klingt.
mp3 ist aber kein freies format - das gegenstück dazu heißt ogg. dieses format ist unten beschrieben.



ram files sind nur auf dem realplayer abspielbar - es gibt viele radio/audio menschen, die ihre sachen auf ram ins netz stellen. prinzipiell ist es eine unsitte dieses format zu verwenden, da unbedingt das unleidige teil von real player installiert werden muss, das mit bunten farben und präpotenten verhaltensweisen dazu neigt, seineN besitzerIn in den wahnsinn zu treiben. es gibt jedoch auch einen vorteil von ram files, der darin besteht, dass zb. bei einem 24stunden ram file marker gesetzt werden können. dh. ich habe dann eine datei (24stunden ram file) auf die ich mit verschiedenen links auf verschiedene zeiteinheiten zugreifen kann. zb. habe ich eine sendung, die von 13-14 uhr gespielt wurde, dann kann ich durch ein kleines textfile dem ram file sagen, dass er bei dem link ausschließlich diese eine stunde spielen soll, wenn auf den link geklickt wird.

aiff ist das cd-format. wenn eine cd gebrannt werden soll, die auf dem cd player laufen sollen, dann werden die files in aiff umgewandelt.

das ogg format ist das freie gegenformat zu mp3, das ja kein freies sondern ein lizensiertes format ist. es gibt schon überlegungen mp3 zu verkommerzialisieren. das heißt für programmiererInnen von audioprogrammen, dass sie dafür zahlen müssen, wenn ihr programm mp3 importieren oder - besonders - exportieren soll.
was für beweggründe noch hinter diesem format stehen -->www.vorbis.com.

viele audioprogramme für linux können ogg schon lesen oder transformieren (zb. audacity). player gibt es auch schon einige (ebenso für windoof wie für linux) --> playing ogg

files in anderen formaten, die meist formate der jeweiligen programme sind mit denen ihr arbeitet, sind als austausch und abspielformate unbrauchbar, da sie nur von dem jeweiligen programm gelesen werden knnen. die oben genannten formate sind weit verbreitet und für den austausch geeignet.


audioplayer


audio dateien können auf 2 arten angehört werden, je nachdem welches format sie haben und was dein browser unterstützt. entweder der passende player öffnet sich automatisch (entweder im browserfenster eingebettet oder in einem externen player), oder die dateien werden zuerst auf deinen computer runtergeladen. dort kannst du sie dann in einem passendem player öffnen. wenn du audio dateien gar nicht abspielen kannst, liegt es womglich daran, dass du kein passendes programm installiert hast. sollte dies der fall sein könnten die folgenden links dein problem lösen:

auch für das freie audioformat ogg gibt es schon viele player --> playing ogg

das mischpult


mischpulte gibt es von gaaaaanz klein bis gaaaaanz groß. das kleinste mischpult hat etwa fünf line in eingänge, einen kopfhörer und einen mikroeingang und ist etwa so groß wie ein A6 blatt. größere mischpulte für den heimgebrauch sind sehr nett, wenn gleichzeitig verschiedene sachen gemischt werden sollen. das können audioprogramme prinzipiell auch. der vorteil ist, dass verschiedene geräte an das mischpult angehängt werden können (rechner, md, stereoanlage, kassettenrecorder, kopfhörer, mikro....) und direkt von dort aus gemischt werden können. das größere mischpult ist vor allem für menschen, die nicht am rechner schneiden (wollen) oder auch für den schnellen aufbau einer kleinen radiostation (medienzentrum) nützlich.


die kabeln und adapter


kabeln gibt es viele - und mindestens ebensoviele adapter. für aufnahmebedingungen wie sie oben beschrieben wurde, stolpert ihr immer wieder über bestimmte kabeln und stecker.
diese kleine bildergalerie soll euch helfen die stecker auseinanderzuhalten.
prinzipiell sind die stecker mit zwei schwarzen ringen stereo stecker und die mit einem ring mono stecker.
die meisten kleinen aufnahmegeräte haben buchsen für miniklinken-männchen - ebenso die meisten soundkarten.
auf großklinken stosst ihr dann zb. bei mischpulten.
cinche-stecker sind meist zb. bei stereoanlangen vorhanden.
das optische kabel überträgt den ton über licht (von da auch der name). die qualität ist besser als bei klinken, weil die kontakte der klinken kabeln oft störgeräusche mitübertragen. generell ist das optische kabel zum überspielen gedacht. spezielle soundkarten haben optische ein/ausgänge und manche md-geräte auch. sie sind nicht so weit verbreitet und sehr empfindlich.
XLR-klinken sind die klinken, die viele mikros haben (und dementsprechend die kabeln dazu auch) und auch für mischpulte werden XLR auf XLR stecker benutzt.




streaming


etwas streamen heißt audio/video signale live über das netz zu senden. ihr könnt also zb. in strasbourg vor dem bahnhof und vor dem computer sitzen und dort eine radiosendung machen, die dann live über das internet gesendet wird. es gibt aber auch einige voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit das auch funktioniert.
ihr braucht eine gute, stabile internetanbindung und einen server, über der der stream laufen kann und der genug bandbreite zur verfügung hat. wer streamen will, sollte sich prinzipiell entweder selber halbwegs gut mit streaming techniken und software auskennen oder sich jemandem anvertrauen, die/der das kann. es gibt freie streaming software, wie sie zb. auf der bereits beschriebenen dyne:bolic zu finden sind. in der dyne:bolic ist das streaming programm muse inkludiert (das auch separat runtergeladen werden kann).

-- BertaBeitrag - 12 Jun 2005

Topic revision: r2 - 09 Jan 2007 - 22:13:35 - AlsteR
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