Nein zum Ausverkauf Patagoniens

Mit einer gro\xDFen Demonstration meldeten sich am 24. April in Buenos Aires die Mapuche, Ureinwohner Argentiniens, zu Wort. Sie fordern Selbstbestimmung \xFCber ihr Territorium, das durch multinationale \xD6l- und Holzfirmen ausgebeutet wird. Die \xD6l- und Gasf\xF6rderung f\xFChrte in der Provinz Neuqu\xE9n zu einer verheerenden Umweltverschmutzung: Die Mapuches trugen durch mit Schwermetallen verseuchtes Grundwasser bleibende Sch\xE4den davon. Deshalb blockierten sie, wie auch die Piqueteros, 2001/02 mehrmals die Zug\xE4nge zu den \xD6lraffinerien. Auch durch die Vernichtung des urspr\xFCnglichen Andenwaldes und nachfolgende Aufforstung in Monokultur sind ihre Lebensgrundlagen bedroht. Mit dem gleichen Problem sind die Mapuche Chiles konfrontiert, die deshalb schon 1999 Protestaktionen durchf\xFChrten.

Durch Kolonialisierung gestern und Freihandelsabkommen und Holzimport heute ist Europa direkt an der Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen mitschuldig. Daher die kritische Frage an uns: "Wird es der europ\xE4ischen Zivilgesellschaft egal sein? M\xFC\xDFte diese Gesellschaft dazu nicht auch etwas zu sagen haben? ..."

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Demonstration der Mapuche nach Jahren des Schweigens

Mapuche (Araukaner) und Toba, die Ureinwohner Argentiniens demonstrierten am 24. April 03 gemeinsam mit zahlreichen argent. Volksbewegungen und Gruppierungen gegen den Ausverkauf Patagoniens an \xD6lgesellschaften und Holzindustrie und die starke Umweltverseuchung, dem die Mapuche ausgesetzt sind.

http://de.indymedia.org/2003/05/50206.shtml

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Repsol, der argentinische Staat und das Volk der Mapuche

Die \xD6l- und Erdgasvorkommen von Loma de la Lata in der argentinischen Provinz Neuqu\xE9n, zugleich Heimat der Mapuche-Indios (Araukaner), werden von der spanischen Gesellschaft Repsol beherrscht, die auch in Per\xFA, Brasilien und Bolivien aktiv ist. Extreme Umweltverseuchung in diesem Gebiet, vor allem des Grundwasserspiegels: der zugelassene H\xF6chstwert wird um das 700-fache \xFCberschritten, die Umweltsch\xE4den wurden auf 925 Mill. USD beziffert. Die 1995 entdeckten Umweltsch\xE4den f\xFChrten zu Zivilklagen gegen Rapsol. Das Gerichtsurteil fiel zwar in drei Instanzen positiv aus, aber die Provinz-Exekutive verhinderte seine Umsetzung. Die Mapuche erhielten nominell-juristisch das Kontrollrecht \xFCber die T\xE4tigkeit der Firma, das ihnen de facto aber kaum etwas n\xFCtzt. Im Sommer/Herbst 2001 forderten die Mapuche-Oberh\xE4upter eigene politische Rechte \xFCber ihr Territorium, Einf\xFChrung ihres traditionellen Rechtssystems, Bestimmung \xFCber die Artenvielfalt, Achtung ihrer Weltanschauung. Gleichzeitig blockierten sie die Zug\xE4nge zum F\xF6rdergebiet, was zu Repressionen durch die Provinzpolizei f\xFChrte. Die Mapuche weigern sich trotz erwiesener Sch\xE4digung des Organismus, Regierungspl\xE4nen zur Umsiedlung zuzustimmen: "Wenn wir fortgehen, h\xF6ren wir auf, Kaxipayin und Paynemil zu sein."

(Artikel von Hern\xE1n Scandizzo in der Sonntagsbeilage von "Euskaldunon Egunkaria" vom 2.2.2003)

http://de.indymedia.org/2003/05/50398.shtml

Andenwald Patagoniens - schwere Sch\xE4digung des \xD6kosystems

Bereits 74% der urspr\xFCnglichen Waldbedeckung Argentiniens sind verschwunden. Das \xD6kosystem Bergwald der patagonischen Anden verschlechtert sich dramatisch. Grund daf\xFCr sind absichtlich angelegte Waldbr\xE4nde und die nachfolgende Aufforstung mit exotischen Baumarten, vor allem Kiefern, durch Holz- und \xD6lfirmen wie Foyel S.A., Repsol/YPF und Benetton, oft auch \xDCberweidung mit nachfolgender Desertifikation, Bodenver\xE4nderung durch h\xF6heren Wasserverbrauch u.a. Trotz gesetzlicher Verbote geht dieser Proze\xDF weiter, der sich durch die Wirtschaftskrise noch mehr versch\xE4rft: Die Provinzregierungen bessern ihre leeren Kassen durch Ver\xE4u\xDFerung staatlicher L\xE4ndereien an ausl\xE4ndische Investoren auf.

(\xDCbersetzung eines Artikels von Hern\xE1n Scandizzo )

http://de.indymedia.org/2003/05/50660.shtml

Europ\xE4ische Mitt\xE4terschaft - Kolonialismus und freier Handel... I

Kolonialistische Siedlungspolitik Europas und Chiles auf den eroberten Mapuche-Territorien A. d. 20. Jh's - 95% des Landes gingen den Mapuche verloren - Freihandelsabkommen der EU und Kommerzialisierung des chilenischen Holzes wirken sich heute wiederum zum Schaden des Mapuche-Volkes aus - Kritik an der doppeldeutigen Menschenrechtspolitik Europas - Holzimporte der EU-L\xE4nder aus Chile

http://de.indymedia.org/2003/05/50998.shtml

Europ\xE4ische Mitt\xE4terschaft - Kolonialismus und Freihandel .... II

Auswirkungen der Welthandelspolitik auf die Mapuche-Gemeinschaften und die Umwelt Chiles: Armut, Ausweitung von Territorialkonflikten, \xFCberm\xE4\xDFiger Einsatz chemischer Mittel und genetisch ver\xE4nderter Arten in der Forstwirtschaft, zunehmende Wasserknappheit durch Monokulturen, Verlust des urspr\xFCnglichen Waldes - Kampagne zur Einf\xFChrung des FSC-Forstzertifikats, dessen Kriterien die Situation der Mapuche zufriedenstellend ber\xFCcksichtigen - kritische Fragen und Appell an die europ\xE4ische Zivilgesellschaft.

(Artikel von Alfredo Seguel in "Mapu Express" vom 6. Mai 2003)

http://de.indymedia.org/2003/05/51073.shtml

Argentinien: Blockade der Erd\xF6lraffinerien

Am 25.2.2002 werden die Zufahrten der Erd\xF6lraffinerien in ganz Argentinien von Piqueteros blockiert. Sie fordern Arbeitspl\xE4tze, Neuverteilung der Arbeitsstunden und Verstaatlichungen. 1999 verkaufte Argentinien das staatliche Erd\xF6lunternehmen YPF an den spanischen Konzern Repsol. Seitdem wurden 30.000 ArbeiterInnen entlassen. Repsol-YPF ist noch vor Shell und Esso der gr\xF6\xDFte Erd\xF6lkonzern in Argentinien und dominiert sowohl den Export als auch den Vertrieb im Land

http://de.indymedia.org/2002/02/16691.shtml

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mapuche1.jpgjpg mapuche1.jpg manage 79 K 02 May 2003 - 16:38 UnknownUser Nein zum Ausverkauf Patagoniens
mapuche2.jpegjpeg mapuche2.jpeg manage 61 K 06 May 2003 - 10:59 UnknownUser Demo in Buenos Aires?
Topic revision: r10 - 10 Mar 2005, SkeP
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